Corona – Ausnahmesituation erfordert Sonderorganisation

Ein Beitrag von Dr. Jan Clasen

Die wenigsten Unternehmen, und hier insbesondere mittelständische Unternehmen, haben Notfallpläne für Ausnahmesituationen.

Auch wenn aktuell staatliche Maßnahmen wie z.B. Lockerungen der Kurzarbeiterregelung, Förderprogramme der KfW, Regionalförderprogramme der Länder, Rettungsschirme für Schlüsselunternehmen, Aufschub von Steuerzahlungen und andere liquiditätssichernde Bereiche angegangen worden sind, so sehen Experten die aktuelle Situation als „Katalysator für Insolvenzen“ (Lucas Flöther). Alle Geschäftsstörungen werden sich unmittelbar auf die Liquidität auswirken. Die Regelungen des Insolvenzrechts zur Zahlungsunfähigkeit werden zwar befristet bis zum 30.09.2020 gelockert. „Corona“ ist dennoch keine Ausrede, sich in insolvenzrechtlich gefährliches Terrain zu begeben. Zudem werden auch "Rettungsfinanzierungen" wie bisher geprüft und sofortige Auszahlungen keine Selbstverständlichkeit.

Insbesondere schon vorher gefährdete Unternehmen sind nun besonders betroffen. Dies umso mehr in Branchen wie Tourismus, Transport, Automotive, Mode- oder Elektrohandel. Aber auch Spezialbranchen wie z.B. der Messebau sind erheblich betroffen. Ebenso können sich projektorientierte Branchen wie internationale Maschinen- und Anlagenbauer diesem Thema bei fehlenden Abnahmen/Inbetriebnahmen aufgrund Reiseeinschränkungen bzw. fehlender Logistik und damit verbundenem Ausbleiben von Zahlungen nicht verwehren.

Angesichts fehlender Notfallpläne und der damit verbundenen konkreten Gefahr einer unkontrollierbaren Entwicklung bis hin zu einer Insolvenz bietet sich bei fehlenden eigenen Kapazitäten und Know-how eine zeitlich befristete Sonderorganisation gemeinsam mit externen Experten an. Diese unterstützt das Management je nach Bedarf beratend oder operativ und beschäftigt sich insbesondere mit folgenden Kernthemen:

  • Operations:
    • Management wegfallende Abnehmer bzw. nicht eingehaltene Kundenverträge
    • Kundenbetreuung bei fehlender Lieferfähigkeit
    • Minimierung der Störungen von Lieferketten
    • Anpassung Sourcing an veränderte Produktionsleistung
  • Organisation:
    • Kurzfristige Anpassung Produktions- und Arbeitszeitplanung
    • Verfügbarkeiten von Mitarbeitern im Betrieb und im Homeoffice
    • Maßnahmen Tochtergesellschaften In- und Ausland (finanziell und operativ)
    • ...
  • Liquidität:
    • Szenarien der Cash-Entwicklung der nächsten Wochen und Monate
    • Drohende Insolvenzgefahr (Zahlungsunfähigkeit) und Lösungen zur Abwendung
    • Straffstes Cash Management
    • Zusätzliche externe Finanzmittel / Fördermittel
  • Projektbüro für weitere Sonderthemen „Corona“

Vor dem Hintergrund, dass notwendige Maßnahmen sehr kurzfristig abgestimmt und umgesetzt werden müssen, ist die Einbindung wesentlicher Stakeholder umso erforderlicher. Insbesondere Gesellschafter (Finanzierung, operative Unterstützung), Betriebsräte (Arbeitszeiten, Kapazitäten) und wesentliche Finanzierer (Liquidität) sind hier zu berücksichtigen.

MT Management Team GmbH unterstützt mit seinen Beratern in den o.a. zeitlich befristeten Sonderorganisationen. Bei größeren mittelständischen Unternehmen ist MT Management Team sogar in der Lage, eine komplette Projekt-Task Force mit einem erfahrenen CRO kurzfristig bereitzustellen.

 

Ansprechpartner:
Dr. Jan Clasen, clasen@mt-gmbh.de
Telefon +49 89 18939989

 

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